Bernried am Starnberger See -

wo "Geiz ist geil" früher noch von "janz oben" bestraft wurde

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'Ne dolle Einleitung, wa? Für die, die „mir“ noch nicht kennen, „ick bin een Balina“ in Bayern, ein sogenannter „Saupreiss“, denn im Gegensatz zu den Sommerurlaubern, die wieder heim fahren bin ich hier geblieben.

Und ob ich nun als Flughafentransfer oder bei Ausflugsfahrten Leute „um die Ecke bringe“, wenn mir was Schönes auffällt, dann möchte ich das meinen Gästen oder auch Ihnen hier virtuell zeigen.


Heute machen wir einen Ausflug nach Bernried am Starnberger See, eine echte kleine versteckte Perle imBayernland.


Von München aus fahren wir auf der Autobahn Richtung Garmisch-Partenkirchen, biegen beim Starnberger Kreuz rechts ab und genau in Starnberg Mitte nach links Richtung See. Und dann geht's immer am Starnberger See entlang, beim „Paradies“ dürfen die Braven (und Sonnenhungrigen) aussteigen und bleiben, wenn sie wollen, wir aber fahren weiter.

Nach knapp 40 Kilometer, hoppla, was ist denn das? Giraffen in Bayern in freier Natur, so wat!

Hab' ick mir verfahren und bin in Afrika? Soll ja gar nicht so weit sein, in München gibt's ja Neger, die mit'm Fahrrad zur Arbeit kommen.

Keine Sorge, wir sind schon richtig und die Kunstliebhaber, die schon mal hier waren, kennen die beiden Tierchen. Hier geht's nämlich zum Buchheim-Museum mit Kunst jeglicher Art.


Aber dann kommt gleich der Ortsanfang von Bernried und wer jetzt den Fehler macht, auf der gut ausgebauten Straße zu bleiben, der kommt ins Grübeln. Denn nach einer scharfen Rechtskurve ist schon wieder Ortsende. „Das kann's doch nicht gewesen sein“ denken Sie jetzt sicherlich – hab' ick mir ooch jedacht neulich. Ich bin nämlich schon seit Jahren, wenn ich über Penzberg nach Bad Tölz oder in Richtung Weilheim nach Füssen die Strecke gefahren bin, oft
so durch Bernried gekommen. Und heute dreh'n wir am Ortsende um, fahren wieder bis zu der Rechtskurve, na ja, jetzt isses ne Linkskurve und stellen uns da auf den einladenden Parkplatz.



Und denn steh'n wir vor verschlossener Tür mit Blick auf den See, einen herrlichen Garten und nu?


Ja, der Schlüssel für das Tor hängt a bisserl hoch – damit nicht Hinz und Kunz in das ehemalige Hofgut, eine schöne Vierflügelanlage übrigens, „pilgern“ in der Hoffnung, noch ein Bierchen aus der alten dort beheimateten Schloß-Brauerei zu erhaschen. Die gibt's leider nicht mehr, aber dafür noch einen wunderschönen Blick auf den Wohntrakt des Gutes mit Freskenbemalung.



Jetzt aber ab ins Kloster ! Am besten durch die Nuss-Allee gleich vor uns. Wie bitte, das sind keine Nußbäume sondern Linden?

Brav, Meier, Note 1 in Biologie! Setzen!

Die Allee heißt auch „ehemalige“ Nuss-Allee, denn bis 1922 waren es alles Walnußbäume – muß das ein Fest für die Kinder von Bernried früher gewesen sein. Aber der Winter damals war so hart, daß selbst die Walnußbäume das Zeitliche segneten und dann wurden Linden gepflanzt, die halten scheinbar mehr aus (und Lindenblüten-Tee ist ja auch ganz gesund oder?).



Der freundliche Herr hier, der uns begrüßt, ist der Bürgermeister Josef Steigenberger. Da er gerade eine Hochzeitsgesellschaft betreut hat, ist er in der traditionellen Kleidung der Bernrieder Fischerzunft – wie Sie sehen, ein stattliches Mannsbuild.


Links von uns jetzt die Stiftskirche St. Martin. Kann man auch von innen anschauen, aber nur durch ein Gitter – vielleicht ham's Angst, St. Martin geht sonst stiften.



Tja und da sind wir dann auch schon bei meinem obigen Titel und dessen Hintergrund gelandet. Heut zu tag werden ja alle gestraft, die mehr Service bieten und daher auch a bisserl teurer sein müssen - „Geiz ist geil“!

Das sagte sich auch Probst Udalrich III. im Jahr 1430 und kürzte einigen Bediensteten im Kloster die Bezüge. Aber die Strafe folgte 1433 von „janz oben“ und das war so: es war früher Brauch in manchen Kirchen, daß am Himmelfahrtstag ein Bildnis des Heilands in der Kirche hoch gezogen wurde, langsam zur Decke schwebt und dort dann verschwindet. So auch damals in Bernried. Aber die Männer, die das schwere Bild hochzogen, waren wegen der Kürzung ihrer Gehälter so erbost, daß sie nicht mehr sorgfältig genug arbeiteten. Dadurch entglitt die Winde ihren Händen, das Seil spulte sich rasend schnell ab und das schwere Bild schlug genau dort nieder, wo gerade der Probst stand. Danach stand er nie mehr auf, denn er wurde „schlagartig heimgerufen“. In einer anderen Version wird erzählt, der Probst fühlte sich so stark, das Bild allein hochziehen zu können - aber det war denn wohl nix.

Eine ähnliche Art der „Heimrufung“ geschah übrigens 1734 dann noch mal, denn in dem Jahr war man „janz oben“ wahrscheinlich wieder mal „stinkesauer“ auf „die da unten auf Erden“. Alle Chroniken dieser Zeit berichten übereinstimmend, daß in diesem Jahr ein gewaltiges Unwetter aufkam und zur gleichen Minute Blitze einschlugen und zwar in der Feste zu Wolfratshausen, im Turm von Aufkirchen, im kurfüstlichen Schloß in Starnberg und auch in den Klöstern von Andechs und Dießen.

In Bernried aber, da gab's noch mehr „Saures“ - fünf Mönche waren grad dabei die Wetterglocke zu läuten (als Warnung für die Bevölkerung und in der Hoffnung, den himmlischen Zorn zu besänftigen), als auch hier ein Blitz einschlug. Und das kräftig, denn die Turmkuppel wurde gespalten, die Orgel demoliert und alle fünf Mönche bekamen auch „eins über gebraten“ - einer stand dann nimmer auf, der war dann schon auf dem Weg nach „janz oben“ - hoff' ich jedenfalls.




Hier sehen Sie dann den großen Teil des Klosters, der auch Räumlichkeiten für „Fürstens“ aus München beinhaltete. Wer die Starnberger Seite schon gelesen hat (was noch nicht ???), der weiß, daß die „Hohen Herrschaften“ eine eigene Marine auf dem Starnberger See unterhielten und schon 1520 wurde eine Schiffahrtsanlegestelle in Bernried urkundlich erwähnt.



Jetzt drehen wir uns mal ein bisserl nach rechts und da fällt uns dann eine Glocke ins Auge - bildlich ! - da drüber dann an der Wand der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt ein Bär, der ein Wappen mit fünf Glocken im Schrägbalken hält. Die Glochen stammen vom Klostergründer Otto von Valley, der Bär deutet vielleicht auf einen gewissen „Herrn“ Pero hin. Das soll der Name des Ortsgründers gewesen sein, so um 700 nach Christus oder a bisserl später. „Pero“ war früher auch eine Abart von „Bär“ und der junge Recke, der sich hier den Wald rodete, soll auch ein solcher gewesen sein – also ein früherer „Arnie“. Die Ansiedlung wurde dann „Perenriet“ genannt – die „Rodung des Pero“.



Durch das kleine Tor gehen wir jetzt um uns die Wallfahrtskirche anzuschauen. Doch zuerst fällt unser Blick auf das wunderschön gestaltete alte Kriegerdenkmal, das an die Gefallenen der zwei Weltkriege erinnert.



Wenn man die Wallfahrtskirche von außen sieht, so glaubt man kaum, daß hier einmal viele Pilger her gekommen sind.

Nun ja, im 17. Jahrhundert gab es anfangs auch kaum noch welche, denn die Soldateska des 30jährigen Krieges hatte jede Menge Bauern und andere in der Umgebung einen Kopf kürzer gemacht. Erst um 1670 rum hatte sich die Bevölkerung wieder vergrößert und es kamen mehr Wallfahrer, als die kleine Kirche fassen konnte. Deswegen wurde noch eine Kapelle in der Gruft eingebaut, sehen Sie hier. Die dort aufgestellte „Pieta“ ist gotisch und ihr zu Ehren wird am 15. August jeden Jahres wieder eine Wallfahrt veranstaltet.


Gruftkapelle

Ich finde, in manchen kleinen Kirchen so wie hier sind für das Auge viel mehr Schätze zu sehen als in manch großen. Gut, es ist kein Riemenschneider-Altar, aber die Schnitz- und Stuckarbeiten bieten viel mehr Details meiner Ansicht nach.


Dreht man sich dann wieder zum Ausgang, kann man wirklich nicht übersehen, wie liebevoll dieses Kirchlein renoviert und gepflegt wird. Schauen Sie sich nur mal die Empore an und auch die Deckengewölbe.




So, jetzt aber wieder ins Freie, hier noch ein kurzer Blick auf das Rathaus. Auch ein Bau mit viel Historie, hier waren um 1835 so namhafte Künstler wie Johannes Brahms, Humperdiek oder Moritz von Gschwind zu Besuch, die den dort wohnenden Schullehrer Dobler als Freund hatten.

Noch früher waren bestimmt etliche Leute nicht so begeistert vom Hausbewohner, es war nämlich der Wohnsitz des Hofmark-Richters. Aber heut' gehen die Leute bestimmt wieder gern hin, wenn Bürgermeister Steigenberger sie so freundlich empfängt wie er mir für das Foto Modell stand.



Das alte Haus hier ist nicht die erste Hütte vom Pero, so gut ham's damals auch nicht gebaut. Ist aber ein schönes altes Stück und wird Stupper-Haus genannt. Ich möcht wetten, da sitzen die Denkmalschützer gleich im Zelt hinten dran, damit ja nix passiert. Wär aber auch wirklich schade, diese alte Bauweise kann man kaum noch irgendwo so gut erhalten sehen. Das Häuschen wurde nämlich 1685 gebaut und steht heit no – dös war'n Hund, die Bayern – ha.

Ja, nun aber ab ins Auto, ich krieg Kaffeedurst. Und den möchte ich in „Seshoipit“ - zu Häupten des Sees – also im heutigen Seeshaupt, stillen. In Seeshaupt gibt es übrigens auch für die Seefahrt-Begeisterten eine Anlegestelle der bayerischen weißen Flotte und neben hübschen Cafes auch noch ein paar andere „Blickfänge“.



Im Ort selber die wunderschön gestaltete „Lüftl-Malerei“ der alten Poststelle, wenn ich zurück denke, vor rund 20 Jahren war ich ja auch schon hier, dann haben die Besitzer des alten Hotels ein wahres Schmuckstück jetzt draus gemacht.



Die Zeit ist in diesem kleinen Ort, der früher auch das „See-Gericht“ beherbergte, vor dem die Fischer ihre Streitigkeiten austrugen, nicht stehen geblieben, auch wenn es so aussieht wie hier:



Während ich mir jetzt einen Kaffee gönne, könnten Sie sich noch schnell die Ortskirche her anschauen. Herrliche Schnitzarbeiten und wundervoll gepflegt.



Und wenn Sie um das Kirchlein herum gehen, dann bietet sich Ihnen der Starnberger See in seiner ganzen Schönheit.



Ich dagegen biete Ihnen an, kommen Sie öfter (mit) und ich zeige Ihnen Bayern von seinen schönsten Seiten. Manche muß man wirklich erst finden, die meisten Straßen führen dran vorbei zu den Orten mit den „janz jroßen“ Namen, aber die kleinen Juwele wie Bernried oder auch Seeshaupt sind oft viel schöner. Ist jedenfalls meine Meinung.

Bis zur nächsten Fahrt – ob virtuell oder persönlich mit mir – verabschiede ich mich für heute und hoffe, es hat Ihnen gefallen. Bernried hat übrigens auch eine eigene sehr schöne Webseite, können Sie gern durch einen Klick besuchen:
www.bernried.de

Außerdem gibt es noch eine schöne Informationsseite über den Starnberger See, wenn Sie
hier klicken. Zwei andere interessante Seiten wären noch unter nachfolgenden Links zu finden:

http://www.5sli.de/starnberger-see +

http//www.5sli.de/bernried

Ihr Jörg W. Lohfink

echt preissischer Reiseführer (aus eigenem Vergnügen) und -fahrer in Bayern.

(alle Bülders sin von mir und bei Anklickern wern'se jrößer) ©®J.W.Lohfink

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