Weiden in der Oberpfalz -

die Kreuzung von Glas-, Gold- und Eisen-Straße

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Weiden in der Oberpfalz – wo sich die Glas-Straße, die Eisen-Straße, die Gold-Straße und die Magdeburger Straße kreuzen

So, liebe Bayernfreunde, jetzt geht es weiter in der schönen Oberpfalz und zwar zuerst ein Stückerl auf der Eisen-Straße. Nee, nee, ich bin nicht auf die Eisenbahnschienen gerumpelt, sondern so nannte man die Straße von Amberg über Kohlberg kommend, die dann nach Weiden führte und wo Eisenprodukte aus den Hammerschmieden des Stiftlandes verarbeitet wurden.

Ach je, die „Neu zu Gestiegenen“ auf unserer Oberpfalzreise hab ich vergessen, entschuldigen Sie bitte.

Fahrkartenkontrolle brauchen Sie nicht befürchten, Sie sind beim "Muenchen Flughafentransfer" von mir, Jörg W. Lohfink, mit eingestiegen und zwar auf der Seite meines Reiseführers über Weiden in der Oberpfalz.

Wir sind grade von Nabburg aus losgefahren und wollen jetzt die Stadt Weiden besuchen, Sie können auf einer zweitägigen virtuellen Reise mitfahren, wenn Sie wollen (siehe Nabburg).

Zurückkommend auf die Eisen-Straße, Sie werden sehen, hier auf der Autobahn rollt ganz schön viel „Eisen“ rum. Das mit dem „Rumrollen“ war schon im frühen Mittelalter ähnlich, denn wer von
Passau über Regensburg diese Straße nahm, der wollte meist nach Mittel- oder Norddeutschland und so nannte man den Verkehrsweg damals auch die „Magdeburger“ Straße.

Und nachdem ich bei einigen Damen bei dem Namen „Gold-Straße“ schon so ein begehrliches Glitzern in den Augen sehe, nun, sicherlich rollte früher hier auch Gold durch die Gegend. Sei es in Dukatenform oder in kleinen Säckchen, aber der Name Gold-Straße kommt eigentlich mehr daher, weil in Weiden die kaiserliche Straße von Prag nach
Nürnberg auch eine Station hatte.

So im Jahre 1000 n.Chr. war Weiden nur ein Dorf, knapp 30 Kilometer bis zur böhmischen Grenze, aber durch die "Rumstrawanzerei" der damaligen Fürsten und dann auch Händler entwickelte sich das Dörflein in der sogenannten "Steinpfalz" - die Gegend war halt arg steinig und nicht so berauschend für die Landwirtschaft - zum Kreuzungspunkt mit Raststationen. Bald war es ein schmuckes Städtchen und das wollen wir uns heute ansehen.



Sind schon angekommen und es gibt sogar gleich neben der Altstadt einen Parkplatz, ist ja prima. Früher gabs hier bestimmt noch mehr Parkplätze, um 1300 rum lebten nur so knapp 2000 Leutchen hier. Das ist heute anders, Weiden hat so ca 45 000 Einwohner jetzt.



Da marschier'n wir nachher rein, das beginnt ein Teil der historischen Altstadt von Weiden. Doch zuerst mal die Kirche mit den zwei mächtigen Türmen anschauen.



Aha, das ist die katholische Stadtkirche St. Josef. Laut Beschreibung auf der eigenen Webseite der Stadt Weiden, sollten Sie nachher ruhig auch mal „raufhupfen“, haben die Weidener „det kleene Häuschen“ in anderthalb Jahren gebaut und zwar von 1900 bis 1901.

Mein lieber Mann, die Oberpfälzer sollten mal nach München kommen, da baut man schon seit x-Jahren am Mittleren Ring und ist immer noch nicht fertig.



Das ist ja interessant, ist ja echter Jugendstil. Ich bin von katholischen Kirchen eigentlich nur Barock und Rokoko gewöhnt, das ist ja mal was ganz anderes. Und die Architekturbegeisterten unter Ihnen werden ihre Freude an den Gewölben haben.



Nun aber auf ins Zentrum von Weiden. Die Stadt hat sich seit damals eigentlich kaum verändert, mit „damals“ meine ich so die Zeit nach 1700.

Vorher gabs hier schon etliche Änderungen. Fing schon damit an, daß Kaiser Karl IV die Stadt einfach mal so um 1400 an den böhmischen König verpfändet hat und dann vergaß, das Pfand wieder zurück zu holen.



Dann so um 1500 rum brannte die Stadt zweimal komplett ab, die Hussiten aus Böhmen waren dabei feste beteiligt, war die Rache für's „Rösten“ von ihrem Glaubensgründer Johann Huss durch die Kirche.



Hier haben Sie den besten Beweis für die Änderungen von früher. Das ist St. Michael, war früher eine gotische Kirche und gehörte den Lutheranern.



Aber wie wir hier sehen, sieht doch ganz nach katholischer Barockeinrichtung aus oder? Ist es auch, denn nach dem 30jährigen Krieg wurde dieses Gotteshaus wieder katholisiert und dementsprechend geschmückt.



Da ist der Michael, ein tapferer Kämpfer für den Herrn. Für die Bilderliebhaber unter Ihnen das Altarbild ein bisserl größer noch:



Doch die Oberpfälzer sind ganz allgemein verträgliche Leute, bis zur Fertigstellung von St. Josef haben dann beide Konfessionen dieses Haus zusammen genutzt. Die Protestanten waren dann eigentlich zu beneiden.



Hatten die doch bei den Predigten wenigstens auch was zum Anschauen. Wenn ich da an meine Jugendzeit und die „kalten“ Kirchen denke. Kalt waren sie wirklich und langweilig auch, da lob ich mir doch die vielen kleinen Schnörkel und Verzierungen.


Das haben sich wahrscheinlich die Weidener Bürger und die „oben aufs Dach Gestiegenen“ auch gedacht, schauen Sie mal, ob Sie die „Obermieter“ vom Weidener Rathaus gleich sehen. Mir fiel es gleich auf, als ich auf den „oberen Markplatz“ zusteuerte.



Hier haben Sie die „verschnörkelte“ Dachwohnung auf dem Rathaus in groß und der Nachwuchs „kiekt“ schon raus.



Den gesamten Teil des Marktplatzes hier nennt man in Weiden den oberen Markt und hinterm Rathaus kommt dann der alte Markt. In Weiden wurden nämlich schon seit 600 Jahren vier Märkte im Jahr abgehalten. Nur nach dem 30jährigen Krieg wahrscheinlich nicht, denn da waren viele Oberpfälzer den marodierenden Soldaten beider Glaubensrichtungen und anschließend auch noch der Pest zum Opfer gefallen. In Weiden gab es damals nur noch rund 350 Einwohner.



Das Rathaus sieht noch genauso aus wie vor hundert Jahren, hab ich ein altes Bild gesehen, nur haben die Weidener Bürger es neu gestrichen und auch das Glockenspiel schön instand gehalten. Doch ein bisserl ist die Zeit schon stehen geblieben, schauen Sie mal den süßen Briefkasten an.



Ich gehe mit Ihnen ums Rathaus rum und jetzt sehen wir den alten Markt. Der Brunnen ist natürlich neueren Datums obwohl es die „ratschenden Weiber“ bestimmt früher auch schon gab:



Drehen wir uns nochmal kurz um, sehen Sie den Tunnel im Rathaus? Sowas nennt man heute „Rathauspassage“.



Da können die Bürger unten durchs Rathaus gehen, sind übrigens Läden eingebaut und das waren die auch schon in früheren Jahrhunderten.

Die alten Weidener Bürgermeister müssen ganz schön schlau gewesen sein – unten Läden, wo sie gleich sehen können, wieviel Steuern man holen kann. Vielleicht hatten sie auch noch ne kleine Falltür, wo man unliebsame Akten (oder Bürger :-) auch „entsorgen“ konnte, denn bis ca 1900 floß der Stadtbach nämlich ganz offen durch den Tunnel im Rathaus.



Wir werden jetzt mal über den alten Markt zum unteren Tor wandern. Links und rechts direkt am Tor sind dann noch wuchtige Reste der alten Stadtmauer zu sehen.



So, „det is nu nich“ die Linde vor dem Tore aus einer alten Ballade, sondern die 1871 gepflanzte Friedenseiche. Für die, die in Geschichte gern mal ein Nickerchen in der Schule machten, das war das Jahr, als Deutschland Frankreich besiegte und Bismarck seinen „Willem“ zum Kaiser krönen ließ.



Gleich links neben der Friedenseiche, ja, ick weeß schon, wenn man andersrum vorm Tor steht, isse rechts – ist immer ne Frage vom Standpunkt – hamse in Weiden noch 'ne Eiche, das ist die Jubiläumseiche zum 25jährigen von König Max I.

Dieser allgemein beliebte bayerische König hatte seine Jubelfeier 1824. Aber nicht, daß jetzt alle denken, der „Schneemann“ unter der Jubiläumseiche ist König Maxe.



Nein, das ist ein Denkmal für Gustav von Schlör. Ich hör Euch schon – wer ist denn das??? Der Herr von Schlör war um 1860 rum bayerischer Wirtschaftsminister und hat die Stadt Weiden aus der wirtschaftlichen Misere gebracht. Damals war die Eisenbahn groß im Kommen und Herr von Schlör erreichte, daß eine Strecke ab 1863 nach Weiden führte, die dann später nach Marktredwitz und Berlin weitergeführt wurde. Und wie Sie sehen, dem Wirtschaftsförderer von Weiden soll's nicht naß rein regnen, deswegen haben ihm die Weidener ein Glashäuschen gebaut. Gibt mir übrigens den Hinweis, hab ja ganz vergessen die „Glas-Straße“ von oben noch zu erläutern.

Glas war früher eine Kostbarkeit und von Venedig aus über Böhmen wurde Glas bis weit nach Norddeutschland verkauft. Die Böhmen und auch Oberpfälzer fanden dann raus, unser Boden hat auch gut schmelzbaren Sand und begannen auch Glas zu machen. In der Nähe von Tirschenreuth gab es sogar excellente Glasofen-Bauer – darüber aber mehr auf der später folgenden Seite.

Durch die Möglichkeit, Waren mit der Eisenbahn nun auch aus dieser (ehedem verflixt einsamen und weit entfernten) Gegend zu transportieren, wurden auch Unternehmen angelockt. Zum einen gab es günstige Grundstücke, willige Arbeiter und auch Material. Denn wo man Glassand finden kann, gibt es meist auch anderes. So kam der Aufschwung in Form von Porzellanfabriken nach Weiden, denn Kaolin und andere Stoffe gab es in der Nähe auch zu finden. Wenn Sie wieder daheim sind, schauen Sie mal in Ihren Schränken. Vielleicht haben Sie schon lange ein Andenken von Weiden im Haus – Selbmann Weiden – Porzellan mit einem Weltnamen.

In meinem neuen Shop, finden Sie unter www.alte-sachen.com, habe ich jetzt auch drei schöne Deko-Teller von Selbmann Weiden. Nicht nur als Muster, sondern können Sie auch haben, wenn Sie wollen.

Hier ein Muster davon, "Sommer" und "Winter" sind auch noch da, den "Herbst" hab ich auf der Auktion nicht mehr erwischt, war zu "stürmisch" (die Auktion :-)





Ich bin jetzt während des Quatschens natürlich wieder durchs Tor und in Richtung Wagen jetzt unterwegs, ein „Knöllchen“ oder „Liebesbrief der Stadt“ in Form eines Strafzettels möcht ich natürlich nicht haben. Mir gefällt übrigens an Weiden, daß die Bürger, wo es nur geht, auch in den alten Straßen Bäumchen oder sonstiges Grün hegen und pflegen.



Hier sind wir jetzt vorm oberen Tor, wo links dann auch das „Veste Haus“ war und ist, die ehemalige Residenz vom Pfalzgrafen. Da muß ich jetzt dann durch und ein paar Schritte dahinter muß dann der Parkplatz sein. Wenn Sie selbst mal nach Weiden kommen sollten, nicht bloß auf's Tor gucken, auch mal hoch...



Ich find solche Kleinigkeiten immer ganz hübsch und dabei fällt mir ein, so'ne Figur haben früher oft manche Ehemänner gemacht, wenn die Frau sagte „Liebling, hab nix mehr zum Bekleiden, könn' wir nicht mal fahr'n zu Witt in Weiden?“

Welche Frau kennt diese ehemalige Textilfabrik nicht? Heute werden die Textilien zwar nicht mehr in Weiden produziert, aber als Versandhaus ist die Firma der Stadt treu geblieben.

Und abschließend für die Kunstfreunde unter Ihnen, die Weidener hatten auch noch einen anderen, der ihnen bis zum Tod treu geblieben ist, den Komponisten Max Reger. Gibt sogar einen Park als Andenken an ihn, aber die Infos darüber sollten Sie sich auf der Webseite der Stadt Weiden selber anschauen.

Bei mir geht's jetzt weiter Richtung
Tirschenreuth, fahrmassig waren oder sind es nur gemütliche 30 Minuten, wer will, kann jetzt mit mir gleich dahin kommen.

Mit besten Grüßen oder bis "auf Wiedersehen" in Tirschenreuth

Ihr preissischer Reiseführer in Bayern

Jörg W. Lohfink

©® J.W.Lohfink

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